Wir helfen im Straßenverkehr

Liebe Mitglieder und Freunde der Verkehrswacht Wetzlar

 

Das wichtige Ziel, das alle Mitglieder der Verkehrswacht verbindet, ist durch Verkehrserziehung und -aufklärung die Verkehrssicherheit zu verbessern, insbesondere das Verkehrsverhalten der Verkehrsteilnehmer zu beeinflussen, um Unfälle im Straßenverkehr und die damit verbundenen Auswirkungen zu vermeiden.

 

Die Verkehrswachtorganisation ist in rechtlich selbstständige örtliche
Verkehrswachten, Landesverkehrswachten und die Deutsche Verkehrswacht
gegliedert, wobei die Mitgliedschaft der ehrenamtlich Engagierten grundsätzlich
bei den örtlichen Verkehrswachten besteht. Daraus ergibt sich eine große Vielfalt
der Organisation.

 

Da unsere Gesellschaft in erheblichem Maße von Mobilität geprägt ist, verlangen die wachsenden Verkehrsströme und die begrenzten Verkehrsräume von allen Verkehrsteilnehmern partnerschaftliches Verhalten. Partnerschaft ist auf allen Ebenen von großer Bedeutung. Nicht nur der Staat allein ist gefordert, sondern jeder Mensch als Verkehrsteilnehmer muss diesen Anspruch durch seine  persönliche Verhaltensweise praktizieren. Das ist der Anknüpfungspunkt für die Verkehrssicherheitsarbeit, wobei durch den persönlichen Einsatz der ehrenamtlich tätigen Mitglieder der Verkehrswachten die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer  erbessert wird.

 

Ein wesentliches Kriterium, an dem die „Verkehrswachtfamilie“ ihre präventive Verkehrssicherheitsarbeit misst, ist die Entwicklung der Verkehrsunfallzahlen auf deutschen somit auch auf hessischen Straßen.

 

Die Sicherheit des Straßenverkehrs hat sich in den letzten Jahrzehnten erheblich verbessert. Im vergangenen Jahr starben 3339 Menschen auf Deutschlands Straßen, so wenig wie nie zuvor. Im Vergleich zum Jahr 2012 waren dies 261 Getötete weniger (- 7,3 %). Weitere 64.057 Verkehrsteilnehmer wurden schwer verletz (- 3,4 %) und 310.085 leichtverletzt (- 2,5 %).

 

Leicht angestiegen gegenüber 2012 ist die Gesamtzahl der polizeilich aufgenommenen Unfälle  auf 2.414.011 (+ 12.168).

 

Auf Hessens Straßen verloren im vergangenen Jahr 215 Menschen durch Verkehrsunfälle ihr Leben.  Das waren 64 Menschen weniger als im Jahr 2012.

Im fast allen Bundesländer gabe es 2013 bei den Getöteten einen Rückgang, den zeitgrößten in Hessen (- 22,9 %). Neben den Getöteten wurden noch 20.522 Personen verletzt, das waren 5,0 % weniger.

 

Anzumerken ist, dass der Bestand an zugelassenen Kraftfahrzeugen am 1. Januar 2013 auf 54,5 Mio. angestiegen ist, dies waren 1,2 % mehr als im Jahr davor. 

 

Man darf sich jedoch nicht zufrieden zurücklehnen, sondern dieses „Zahlenmaterial“ muss Anlass sein, weiterhin und vermehrt Verkehrssicherheitsarbeit unter dem Motto „Wir helfen im Straßenverkehr“ zu leisten, damit auch wir die von der Deutschen Verkehrswacht entwickelte Idee „Vision Zero“ – was gleichbedeutend ist mit der Vision „Null Verkehrstote“ – nachhaltig umsetzen können.

 

Diese weiterhin und vermehrt auch im zurückliegenden Jahr erbrachten verkehrswachtlichen Aktivitäten, die sicher auch mit zu dem positiven Ergebnis beigetragen haben, verdanken wir in dem Betreuungsbereich des „Altkreises Wetzlar“ auch dem anerkennenswerten Einsatz unserer ehrenamtlich tätigen Aktiven, den Moderatoren und Referenten, aber auch den vielen Partnern, die uns im vergangenen Jahr durch ihre Unterstützung wertvolle Hilfeleistung gewährt haben. Weiterhin soll Dank gesagt werden vor allem über die Landesverkehrswacht Hessen dem Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und  Landesentwicklung sowie über die Deutsche Verkehrswacht dem Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung für ihre großzügige finanzielle Unterstützung.

 

Trotz dieser insgesamt erfreulichen Tendenz ist aber festzustellen, dass jeder Tote, jeder Schwerverletzte einer zu viel ist. Die Organisation der Verkehrswacht wird weiter daran arbeiten, die Zahl der Unfallopfer zu reduzieren. Die Gesamtentwicklung ist ein Beweis dafür, dass Verkehrsunfälle vermeidbar sind, wenn wir uns nachhaltig kümmern. Unsere kontinuierliche und konsequente Arbeit mit Menschen vor Ort ist dabei ein richtiger Weg. Ohne unser Engagement der vielen ehrenamtlich Tätigen wären die Erfolge in der Verkehrssicherheitsarbeit nicht vorstellbar. Das Ehrenamt ist das Rückgrat der Verkehrssicherheit.

 

Behilflich dabei ist aber auch die von der Verkehrswacht weiterhin angestrebte konzertierte Aktion, damit die Verkehrssicherheit weiter verbessert werden kann. Fahrzeughersteller, Verkehrssicherheitsverbände, die Polizei, Kindertagesstätten, Schulen und Eltern - jeder ist gefordert. Die wichtigste Aufgabe für die Zukunft lautet darüber hinaus für uns, die hohe Anzahl der Verkehrsopfer, die schwerverletzt werden, zu reduzieren.

 

Die stetige Abnahme der Verkehrstotenzahlen in Deutschland begründet sich aber nicht nur auf Programme zur Verkehrserziehung und -aufklärung. Weitere Gründe sind die zunehmende Verbreitung von Fahrerassistenzsystemen in PKW und Nutzfahrzeugen, die das Fahren sicherer machen, und polizeiliche Verkehrskontrollen, die zu mehr Risiko- und Verkehrsbewusstsein der Verkehrsteilnehmer führen.

 

Klaus Ruppelt