Schulwegtraining in der Kita „Regenbogen“ in Aßlar 

Foto: 2. v. li K. Nowak, 4. v. li K. Ruppelt, 2. v. re T. Conrad

Mit jedem neuen Schuljahr beginnt für tausende Schulanfänger ein neuer Lebensabschnitt. Aber nicht nur Lesen, Schreiben und Rechnen will gelernt sein, auch den Weg zur Schule sollten Kinder zunächst nicht ohne Hilfe meistern. Beim „Schulwegtraining“ sind die Eltern gefragt, mit Geduld und Einfühlungsvermögen ihr Kind anzuleiten.

Klaus Ruppelt, Vorsitzender der Verkehrswacht Wetzlar und Richter a.D.: „Mit dem Leitsatz „Wir helfen im Straßenverkehr“ hat sich die Verkehrswacht zur Aufgabe gemacht, Verkehrsunfälle zu vermeiden. Kinder unterliegen im Straßenverkehr einem hohen Unfallrisiko; es braucht seine Zeit, bis sie Verkehrssituationen erfassen und ihr Verhalten darauf einstellen können. Sie brauchen viel Übung auf ihrem Weg zur Schule, damit sie sicher unterwegs sind. Eltern dürfen diese Aufgabe nicht unterschätzen.“

Durch das von der Verkehrswacht für die Eltern angebotene Schulwegtraining soll das Selbstvertrauen und die Sicherheit für die Kinder, die sie benötigen, um alsbald alleine zur Schule gehen zu können und die Sicherheit für Eltern, dass ihr Kind sich sicher und selbständig im Straßenverkehr bewegen kann, vermittelt werden.

Grundsätzlich sollten Eltern mit ihren Kindern den Schulweg bereits vor den Sommerferien einüben, der nicht immer der kürzeste sondern der sicherste sein muss. Als Hilfe dienen Schulwegpläne, die von Schulen bereitgestellt werden und auf denen die Gefahrenpunkte  verzeichnet sind.

Geübt werden sollte genau zu den Zeiten, in denen das Kind später den Weg gehen wird, denn am Wochenende oder zur Mittagszeit herrscht ein anderes Verkehrsaufkommen. Straßen sollten  nur an Ampeln, Überwegen, auch Zebrastreifen genannt, oder Mittelinseln überquert werden. Das Kind darf den Verkehr dabei nicht aus den Augen verlieren und sollte beim Überqueren nicht unter Zeitdruck geraten. Auf dem Weg wird jeder Gefahrenpunkt angesprochen, beispielsweise Baustellen, versperrte Gehwege oder defekte Ampeln. Eltern müssen erklären, welches Verhalten jeweils angebracht ist.

Wie oft der Schulweg gemeinsam geübt wird, hängt von der Situation ab. Kinder lernen nicht gleich schnell, und manche Schulwege sind anspruchsvoller als andere. Wenn Hin- und Rückweg einige Male abgelaufen sind, tauschen Eltern und Kinder die Rollen: Jetzt übernimmt das Kind die Führung. Eltern greifen nur noch korrigierend ein.

Wenn die Kinder beim Rollentausch alle Vereinbarungen einhalten und sich sicher verhalten, können sie sich alleine auf den Weg machen. Hin und wieder sollte der Weg von den Eltern mitgegangen werden.

In jedem Fall sollten Eltern nach Möglichkeit ihr Kind nicht mit dem Auto zur Schule fahren. Die „Elterntaxis“ hindern Schulkinder in ihrer Entwicklung und erschweren ihnen die Möglichkeit, selbstständig zu werden.

Unter dem Motto: “Schulwegtraining – Verkehrssicherheitsseminar“ hatte die Verkehrswacht Wetzlar mit Unterstützung des Moderators, Thomas Conrad, die Eltern der Schulanfänger verschiedener Kitas zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, so auch die Kita Regenbogen in Aßlar, damit diese ihre Kinder gezielt auf das vorbereiten können, was ihnen auf ihrem künftigen Schulweg im Straßenverkehr begegnen wird.

Die Leiterin der Kita Regenbogen Kerstin Nowak hatte die Eltern den von ihr betreuten Schulanfängern motiviert, an der Veranstaltung teilzunehmen. Etwa 20 Väter und Mütter waren neugierig und interessiert von Fachleuten Klaus Ruppelt und Thomas Conrad zu hören, welche Verhaltensweisen von ihnen zur Durchführung der Verkehrserziehung erwartet werden.

Die Eltern waren sich einig, wertvolle Anregungen und Hinweise erhalten zu haben, was sie im Rahmen der sich anschließenden Gesprächsrunde zum Ausdruck brachten. 

Verkehrswacht Wetzlar informiert: Was Radler mit Hunden beachten müssen

Des Menschen bester Freund darf für viele Hundebesitzer auch beim Fahrradfahren nicht fehlen. Ganz ungefährlich ist die Mitnahme des Vierbeiners jedoch nicht. Hunde, die nicht auf ihre Halter hören und nicht gut erzogen sind, sollten besser nicht mit dem Rad mitgenommen werden, so Klaus Ruppelt, Vorsitzender Verkehrswacht Wetzlar.

 

Tierische Fahreignung

Laut Paragraf 28 der StvO dürfen Radfahrer nur Hunde mitführen, jedoch keine anderen Tiere. Diese dürfen den Verkehr nicht gefährden und müssen die Kommandos von Frauchen oder Herrchen befolgen, ein ängstliches und schreckhaftes Tier ist ungeeignet. Weiterhin muss der Besitzer die körperliche Leistungsfähigkeit seines Hundes aber auch das Wetter beachten. Da Hunde nicht schwitzen, ist eine gemeinsame Ausfahrt an einem heißen Sommertag nicht zu empfehlen.

Gute Verbindung haben

Der Hund sollte rechts neben dem Rad laufen, da er dort nur indirekt dem fließenden Verkehr begegnet. Geführt wird das Tier am besten an einem speziellen Fahrradhalter. Dabei handelt es sich um ein Gestänge für den Rahmen, an dem die Leine befestigt wird. So bleibt der Hund bei der Fahrt auf Abstand und läuft nicht ins Rad. Federungen am Fahrradhalter gleichen ruckartige Bewegungen aus, sodass das der Radfahrer nicht aus dem Gleichgewicht kommt. Darum ist es auch besser, die Leine nicht am Lenker zu befestigen oder in der Hand zu halten. Lässt sich ein Hund mit Zurufen und Zeichen führen, darf er bei geringem Verkehrsaufkommen auch ohne Leine neben dem Rad laufen, sofern kein genereller Leinenzwang herrscht.

Kleine können ins Körbchen

Kleinere Rassen können mit der Fahrgeschwindigkeit nicht immer mithalten und „fahren“ deshalb besser in einem Körbchen oder einer Box, die fest am Lenker oder auf dem Gepäckträger installiert ist. Diese sollte ausreichend groß und geschlossen sein, sodass der Hund bequem Platz hat. Allerdings ist hier die Größe des Hundes beschränkt und mehr als fünf Kilogramm Gewicht können Rad und Radler bei der Fahrt leicht aus dem Gleichweicht bringen.

 

Für Hunde-Chauffeure

Ist der Hund weder fürs Körbchen noch fürs Laufen geeignet, gibt es auch Fahrradanhänger für Haustiere. Je nach Modell können dann auch „schwere Brocken“ bis über 50 Kilogramm an der Fahrradtour teilnehmen. Dabei sollte der Anhänger geschlossen sein und ausreichend Platz für den pelzigen Mitfahrer bieten. Hierbei darf der Radfahrer nicht unterschätzen, dass ein großes Tier auch entsprechend mehr Kraftaufwand erfordert, um den Anhänger zu ziehen, besonders beim Anfahren; auch der Bremsweg verlängert sich.

 

Mitgliederversammlung der VW Wetzlar in Braunfels

Zu der diesjährigen MV VW Wz hatte der Vorsitzende K. Ruppelt in den Konferenzraum „Bagnols“ in Braunfels eingeladen. Über 30 Teilnehmer konnte er willkommen heißen.

Er begrüßte neben den Mitgliedern der VW eine Reihe von Ehrengästen, über deren Kommen er sich freue und die durch ihre Anwesenheit  dazu beitrügen, dem Ehrenamt weitere Impulse zu geben und der Veranstaltung eine besondere Wertschätzung zu verleihen.

So begrüßte er Frau Bürgermeisterin Wrenger-Knispel, Lahnau, Bürgermeister Bernd Heine, Waldsolms, BM Jörn Hartmann, Leun, BM Armin Frink, Hohenahr, Stadtrat Karl-Heinz Kräuter, Wetzlar, Stadtrat Klaus Streiberger, Braunfels, Hauptgeschäftsführer IHK Lahn-Dill Andreas Tielmann sowie den Kreishandwerksmeister Ralf Jeschke.

Sein besonderer Gruß galt Bürgermeister Wolfgang Keller, Braunfels, der sich auf Bitte der Verkehrswacht bereitgefunden hatte, Gastgeber der MV zu sein.

In seinem Tätigkeitsbericht über das abgelaufene Jahr wies der Vorsitzende darauf hin, dass die MV von erheblicher Bedeutung für die Darstellung der ehrenamtlich geleisteten Verkehrssicherheitsarbeit und der Präsentation der VW sei und dass die VW  Wz mit dem derzeitigen Mitgliederbestand von 128 nach wie vor zur drittgrößten VW in Hessen gehöre.

Die Bilanz der erbrachten Leistungen lasse zu, dass die Verkehrswächter stolz auf ihre materiellen, ideellen und ehrenamtlichen Aktivitäten sein dürften. Sicherlich hat ihr Einsatz dazu beigetragen, dass die Zahl der Verkehrsunfälle auch durch ihr „Tun“ positiv beeinflusst worden sei.

Besonders hob der Vorsitzende hervor, dass die Verkehrswacht über 40 Schüler- und 35 Buslotsen betreut habe; er freute sich über den Erfolg der 14-jährigen Anna Popov, Frh.v. Stein-Schule, die beim Schülerlotsenlandeswettbewerb in Fuldas einen guten dritten Platz erzielt habe und dass die Schüler der Gesamtschule Solms Max Ambrosius einen hervorragenden ersten und Thessa Sophie Hennemann einen sehr guten dritten Platz bei dem Buslotsenlandeswettbewerb in Solms erzielt hätten. Im Übrigen habe die Verkehrswacht an der Verkehrsschau der Organisation Pro Polizei und an den Licht-Test-Wochen des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes  erfolgreich teilgenommen. Außerdem konnten wieder bewährte Kraftfahrer – dieses Mal im Autohaus Groß&Huttel  - ausgezeichnet werden.

Einen Höhepunkt stellte das Referat von PHK Düding und PHK Schmehl über das Thema: Verkehrsunfallentwicklung mit Schwerpunkt im Bereich der Stadt  Braunfels dar.

Ein weiterer Höhepunkt waren die Ehrungen für 25 Jahre Mitgliedschaft der Gemeinden Lahnau, Hohenahr und Waldsolms, die jeweils durch ihre Bürgermeister vertreten waren, sowie die IHK Lahn-Dill, vertreten durch Hauptgeschäftsführer A. Tielmann.

Geehrt wurden auch PHK Andreas Düding, POK Andreas Fey sowie die Verkehrserzieher Rudolf Norra und Peter Josupeit für ihre langjährige Mitgliedschaft in der Verkehrswacht und die von ihnen geleistete Verkehrssicherheitsarbeit.

An der Idsteiner Kita Tabaluga misst Dialog Display Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer

Wenn der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir gemeinsam mit dem Präsidenten der Landesverkehrswacht Hessen, dem Vorstandsmitglied des ADAC Jürgen Lachner und dem Bürgermeister der Stadt Idstein Christian Herfurth auf einer Leiter gegenüber der Idsteiner Kindertagesstätte Tabaluga steht, bremsen die vorbeifahrenden Autofahrer schon automatisch ab. Ende April haben sie dazu aber einen doppelten Grund: Denn die Protagonisten stehen unmittelbar unter einem neuen Dialog-Display, das in der Tempo-30-Zone je nach Geschwindigkeit der Wagenlenker reagiert. Mit einem lachenden oder grimmigen Smiley beurteilt das Dialog-Display das Fahrverhalten der motorisierten Verkehrsteilnehmer nach dem Motto: .Dialog-Displays sorgen für Sicherheit

Hintergrund der Aktion ist, dass das Verkehrsministerium, der ADAC und die Landesverkehrswacht bereits im vergangenen Jahr alle 426 hessischen Städte und Gemeinden angeschrieben und auf die Aktion mit dem Slogan „Ein Smiley für die Verkehrssicherheit“ hingewiesen hatten.
Das Interesse an der Aktion war überwältigend: 287 Gemeinden hatten sich als Standort beworben. Unter diesen Kommunen wurden in 2017 und nunmehr in 2018 jeweils 48 zur Verfügung stehende Dialog-Displays verlost.

Wir hatten im vergangenen Jahr 213 Verkehrstote in Hessen zu beklagen. Das sind 213 zuviel. Die meisten Verkehrsunfälle, nämlich 70 Prozent, passieren innerorts. Hauptursache sind zu schnell fahrende Verkehrsteilnehmer. Das Dialog-Display ist eine einfache Möglichkeit, die Autofahrer darauf hinzuweisen, sich an die bestehende Geschwindigkeitsbegrenzung zu halten“, beurteilt Al-Wazir. Der Minister setzt auf dieses Lob- und Tadel-Display, weil die daraus resultierenden Folgen aus der Anzeige wissenschaftlich belegt seien. Beleg für des Ministers Aussage: Tatsächlich verringern alle Autos ihre Geschwindigkeit vor der Idsteiner Kindertagesstätte, wenn sie die negative Rückmeldung vom Dialog-Display erhalten.

Wir von der hessischen Landesverkehrswacht wissen inzwischen von Anwohnern und Autofahrern, dass diese Displays sehr hilfreich sind. Dieser Erfolg entspricht dem Motto der Verkehrswacht: Wir helfen im Straßenverkehr. In dem Bereich, wo vorher gerast wurde, ist nach Installation eines Displays die Geschwindigkeitsübeertretung um etwa 30 Prozent zurückgegangen“, bemerkt Klaus Ruppelt, Präsident der Landesverkehrswacht.

„Wir haben uns um ein Dialog Display beworben und Glück gehabt. Es gibt viele Stellen im Stadtgebiet, wo wir es wechselweise montieren können“, sagt Idsteins Bürgermeister Christian Herfurth.

Nach dem erfolgreichen Start der Aktion im vergangenen Jahr wird die Verkehrssicherheitsaktion des Landes in diesem Jahr fortgesetzt: Neben Idstein erhalten in dieser zweiten Runde noch 47 weitere hessische Kommunen moderne Dialog-Displays. Die Kosten von insgesamt 75 000 Euro werden vom Hessischen Verkehrsministerium und dem ADAC Hessen-Thüringen übernommen. Die Landesverkehrswacht Hessen unterstützt gemeinsam mit den 31 örtlichen Verkehrswachten die Aktion und  begleitet die Kommunen insbesondere bei der Auswahl des sinnvollsten Standorts.

Als Standort für das Dialog-Display wurde gemeinsam mit Bürgermeister Christian Herfurth die Kindertagesstätte Tabaluga ausgewählt. Alle Fahrzeuge, die schneller als Tempo 30 fahren, bekommen ab sofort ein grimmiges Smiley angezeigt. Die anderen ernten ein freundliches Lächeln. Die Dialog-Displays messen die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit eines Verkehrsteilnehmers. Die Anzeige erfolgt anhand eines „Lob- und Tadel-Prinzips“. Wird die zulässige Geschwindigkeit nicht eingehalten, erfolgt zwar keine Ahndung durch die Polizei, aber eine direkte Rückmeldung mit einem grimmigen Gesicht.

„Wir wissen aus einer Studie von Unfallforschern, dass durch den Einsatz von Dialog-Displays die Zahl der Geschwindigkeitsüberschreitungen beispielsweise vor Schulen und Kindergärten dauerhaft gesenkt werden kann“, so Minister Tarek Al-Wazir

Klaus Ruppelt, Präsident der Landesverkehrswacht Hessen: „Selbst wenn wir durch die Dialog-Displays nur einen einzigen Unfall verhindern, hat sich der Einsatz schon gelohnt. Die Dialog-Displays sind ein wichtiger Baustein, um die Verkehrssicherheit weiter zu erhöhen. Die örtlichen Verkehrswachten präsentieren öffentlichkeitswirksam gemeinsam mit den Kommunen die Vorstellung der Dialog Displays und bieten ihre Unterstützung bei dem verkehrssicherheitsstrategischen Wechsel der Einsatzorte der Geräte und der Auswertung des Verhaltens und der Reaktion der Autofahrer an.“

Jürgen Lachner, Vorstandsmitglied für Verkehr, Technik und Umwelt des ADAC Hessen-Thüringen, erklärt den großen Effekt, den diese Dialog-Displays auf die Autofahrer haben. „Wir unterstützen den Einsatz von Dialog-Displays in Hessen sehr gern, denn der Smiley führt beim Verkehrsteilnehmer oft zu einer als Herausforderung verstandenen Reaktion, die einen emotionalen Anreiz bieten kann, die Geschwindigkeit zu reduzieren. Wir freuen uns – zusammen mit den 48 Kommunen – auf möglichst viele lachende Gesichter und ein großes Plus an Verkehrssicherheit.“

Unser Ziel ist es, die Verkehrssicherheit insbesondere vor Kindergärten, Schulen, Alten- und Pflegeheimen zu erhöhen. In diesen jeweiligen Einzugsbereichen können seit einer Änderung der Straßenverkehrsordnung im Dezember 2016 auch Tempo-30-Beschränkungen auf Hauptverkehrsstraßen einfacher eingerichtet werden“, so Al-Wazir.

 

<< Neues Textfeld >>

Verkehrserziehung in der Kindertagesstätte „Naunheim“ der Stadt Wetzlar

Die Verkehrserziehung ist schon immer ein wichtiger und fester Bestandteil in der Erziehungs- und Bildungsarbeit der Kindertagesstätte, um den Kindern im Alter von einem Jahr bis zum Schuleintritt eine sichere und eigenständige Teilnahme
am Straßenverkehr auf dem Weg zur Kita und dem Weg zum Elternhaus,
bei Erkundungen im Ort und diversen Ausflügen sowie dem späteren eigenständigen Schulweg zu ermöglichen. Die Kinder werden in der Kindertagesstätte spielerisch durch Lieder, Bewegungsspiele, Geschichten, Rollenspiele, Gespräche, Bilderbücher und durch Begleitung von Erzieher/Innen und Eltern bei Erkundungen
im Ort oder diversen Ausflügen auf eine sichere und eigenständige Teilnahme am Straßenverkehr vorbereitet und gefördert.
Unlängst besuchte Klaus Ruppelt, Vorsitzender der Verkehrswacht Wetzlar, die Kindertagesstätte „Naunheim“, um sich über die Umsetzung der „Verkehrserziehung“ zu informieren und den Kindern sowie den Erzieher/Innen Warnwesten und die Verkehrskiste: Move-it-Box mit den unterschiedlichsten Materialien und Ideen zur Vertiefung der Impulse sowie die Umsetzung der „Verkehrserziehung“ noch vielfältiger zu gestalten, zu überreichen.
Im Rahmen der Übergabe wurden Erfahrungen, Erlebnisse und die Materialien der Verkehrskiste mit viel Engagement und Begeisterung durch alle Anwesenden in Augenschein genommen und ausprobiert.

Nachdem der Inhalt  der Kiste von den erwartungsvoll gespannten Kindern in Augenschein genommen worden war, motivierte der Vorsitzende der Verkehrswacht die Kinder spielerisch durch Einsatz verschiedener Materialien sich aufmerksam „im Straßenverkehr“ zu bewegen.

Die Kinder, die Erzieher/Innen, K. Ruppelt und die Eltern waren sich einig, dass sowohl die Warnweste als auch die Verkehrskiste  mit ihren diversen Utensilien eine super Ergänzung  in der weiteren  „Verkehrserziehungsarbeit“ in der Kindertagesstätte sei, um die ihnen anvertrauten Kinder zu einer umsichtigen, verantwortungsbewussten, sicheren und eigenständigen Teilnahme am Straßenverkehr zu befähigen.
Die Leiterin der Kita, Frau Koschmieder bedankte sich bei der Verkehrswacht,  insbesondere bei K. Ruppelt für die Gestaltung des interessanten und erlebnisreichen Vormittags.

Verkehrswacht Wetzlar ehrt  Bewährte Kraftfahrer   

Drei Braunfelser Senioren wurden ausgezeichnet

Als "Bewährte Kraftfahrer", die seit mindestens 40, 50 oder 60 Jahren sicher, unfallfrei und ohne Registrierung in der "Flensburger Kartei" im Straßenverkehr unterwegs sind, wurden sechs heimische Bürger von der Verkehrswacht Wetzlar ausgezeichnet. Die Nadel "Gold mit Eichenkranz" erhielt Reinhard Müller aus  Wetzlar für 40 Jahre Bewährung im Straßenverkehr. Das "Goldene Lorbeerblatt" nahmen Claudia Ruppelt (Braunfels), Helmut Georg Kraus (Wetzlar) und Gertrud Eibisch (Braunfels) aus der Hand des Vorsitzenden der Verkehrswacht Wetzlar und gleichzeitig Präsident der Landesverkehrswacht Hessen, Klaus Ruppelt, entgegen. Für 60 Jahre "mustergültige" Teilnahme am Straßenverkehr wurden Klaus-Dieter Lukasczyk (Braunfels) und Karl Hoffmann (Daubhausen) geehrt.

 

Menschen mit 40, 50 oder 60 Jahren Führerscheinbesitz gehören zu den Senioren hinter dem Lenkrad. Und dabei sollten sie möglichst als Vorbilder für andere im Straßenverkehr unterwegs sein, so Klaus Ruppelt, ehemaliger Verkehrsrichter, seit 1981 Vorsitzender der Verkehrswacht Wetzlar sowie seit 1990 stellvertretender Landesvorsitzender und seit 2009 Präsident der Landesverkehrswacht Hessen. Dieser hofft zugleich, künftig noch weitere heimische Kraftfahrer, die die Kriterien erfüllen, auszeichnen zu dürfen.

Die Tatsache, dass aufgrund der demografischen Entwicklung zunehmend mehr ältere Menschen mit dem Auto auf der Straße unterwegs sind, werde unterschiedlich beurteilt. Fakt sei, dass in unserer Gesellschaft Mobilität einen sehr hohen Stellenwert besitze. Das gelte nicht zuletzt für Senioren, für die nicht zuletzt die Mobilität Bewahrung von Unabhängigkeit und Lebensqualität bedeute.  Dabei sollten sich ältere Verkehrsteilnehmer natürlich durchaus kritisch mit ihrem eigenen Leistungsvermögen auseinandersetzen.

 

Laut Ruppelt ist es klar, dass Senioren am Steuer besser sind als ihr Ruf, der ihnen gemeinhin zugebilligt werde. Fakt - und statistisch erwiesen - sei, dass das Risiko im Blick auf das Begehen von Verkehrsverstößen bei jüngeren Verkehrsteilnehmern um das Doppelte höher liege. Fraglos vorhandene altersbedingte Einschränkungen gleiche der ältere aktive Verkehrsteilnehmer zum einen durch Routine, zum anderen dadurch aus, dass er in aller Regel eine defensivere Fahrweise an den Tag lege. Die Forderung nach verpflichtenden Eignungstests für ältere Autofahrer, weil deren Fahrweise angeblich  mehr Gefahren berge, lehnt Ruppelt ebenso wie der Präsident der Deutschen Verkehrswacht, Prof. Kurt Bodewig, ab. Zum einen dürften ältere Autofahrer nicht pauschal beurteilt werden. Zum anderen müsste dann auch die nachweislich gefährlichere Fahrweise vieler junger Menschen zwischen 18 und 24 Jahren ins Visier genommen werden.

 

Ob jemand als Pkw-Fahrer geeignet ist, entscheidet sich nicht alleine aufgrund des Alters, zumal die Fahrqualität „statistisch“ gesehen erst im Alter jenseits der 75 abnimmt. Die Deutsche Verkehrswacht empfiehlt daher - nicht verpflichtend - regelmäßige Tests der Fahrtauglichkeit jenseits einer Alterszugehörigkeit, sprich also für alle Fahrer", so Ruppelt.

Verkehrssicherheitsarbeit ist aktiver Kinderschutz

Unter diesem Motto besuchte kürzlich der Vorsitzende der Verkehrswacht Wetzlar Klaus Ruppelt die Friedrich Fröbel Schule ist eine Schule mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und einer Abteilung mit Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung, um eine Move-it-Box – auch Verkehrskiste genannt - zu überreichen.

Dies geschah auf Anregung der Verkehrserzieher der Polizei Rudolf Norra und Andreas Fey sowie dem Wunsch der Förderschullehrerin Andrea Möbus, sodass die Verkehrswacht Wetzlar nicht nur bereit war, sondern sich auch verpflichtet fühlte, die vierte Klasse aufzusuchen. Ungeduldig warteten schon die Schüler, was es mit der verschlossenen gelben Kiste auf sich hatte.

K. Ruppelt wendete sich zunächst an die Lehrkräfte und hob hervor, dass die Kinder im Laufe der Schuljahre immer selbstständiger würden und doch weiterhin den Schutz und die Hilfe der Erwachsenen brauchten, damit sie langsam lernten, auf Gefahrensituationen zu reagieren. Ungeduldig hatten schon die Schüler gewartet, was es mit der verschlossenen gelben Kiste auf sich habe.

 

Kaum war den Deckel aufgeklappt, nahmen die unmittelbar neben der Kiste erwartungsvoll stehenden Schüler die Materialien in Beschlag, um diese sofort zu testen. K. Ruppelt nahm die in der Kiste liegenden Frisbyscheiben in den Farben Rot, Gelb und Grün und ließ die Lehrkräfte eine Ampel darstellen mit dem Ziel, den Kindern das richtige Verhalten beim Überqueren der Fahrbahn nahe zu bringen. Auch die Verkehrserzieher beteiligten sich an der „organisierten“ Mobilität. K.R. beobachtete, wie die Förderschullehrerinnen Andrea Möbus und Andrea Roosen sowie die Erzieherin Ines Kaiser und die beiden Verkehrserzieher mit Freude das Geschehen wahrnahmen.

Der Vorsitzende der Verkehrswacht weist zum Abschluss darauf hin: Eltern sorgen sich mit Recht um die Sicherheit ihrer Kinder und erwarten, dass diese in der schulischen Erziehung auf die Teilnahme am Straßenverkehr vorbereitet werden. Die Schulen können aber immer nur die Erziehungsarbeit der Eltern unterstützen, jedoch niemals ersetzen, denn Verkehrserziehung ist immer Teil der Gesamtziehung, die im Elternhaus erfolgen muss.

Bevor die Gäste sich verabschiedeten, wies A. Möbus noch einmal darauf hin, dass die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Verkehrserziehungsarbeit ihre Kompetenzen in Bezug auf Bewegung und Mobilität erweitern sollten, damit den ihr anvertrauten Schülern Kompetenzen vermittelt würden, sich als Fußgänger und ggf. als Radfahrer sicher im Straßenverkehr zu bewegen, Verkehrszeichen und Verkehrsregeln zu beachten.

Schließlich verabschiedeten sich K. Ruppelt und die beiden Verkehrserzieher von den Schülern und den Lehrkräften, die sich noch einmal für das Engagement und die tolle Box bedankten.

Hessens bester Buslotse kommt von der Gesamtschule Solms

Klaus Ruppelt (links) und Schirmherr Frank Inderthal (rechts) mit den drei Erstplatzierten v.l.: Tessa Sophie Hennemann, Max Ambrosius und Antonia Vollmer
Buslotsen aus acht hessischen Schulen mit Betreuern

Bei dem in diesem Jahr in Solms stattfindenden 12. Landeswettbewerb der hessischen Bus-Scouts wurde Max Ambrosius von der IGS Solms unter den 28 aus acht Schulen angetretenen hessischen Buslotsen Landessieger 2017; aber auch seine  Mitschülerin Tessa Sophie Hennemann erreichte einen hervorragenden 3. Platz. Nur Antonia Vollmer von der Lichtbergschule in Eiterfeld gelang es, sich zwischen die beiden als Zweitbeste zu platzieren.

 

Im Rahmen seiner Begrüßung wies Präsident der Landesverkehrswacht Hessen, Klaus Ruppelt, u.a. auf die unschätzbare gesellschaftliche Bedeutung der Buslotsinnen und Buslotsen hin, die in dem Betreuungsbereich von zehn örtlichen Verkehrswachten mit nahezu 1000 Lotsen hessenweit ehrenamtlich tätig seien. Er hob hervor, dass die Buslotsen  ein unverzichtbarer Baustein in der Schulwegsicherheit geworden seien, die mithelfen, den Schulweg sicher zu machen und dies nicht nur im Schulbus selbst, sondern auch an der Bushaltestelle sowie beim Ein- und Aussteigen. Freundlich und höflich aber auch bestimmend und couragiert soll ein Buslotse sein. Dies sind nur einige Eigenschaften der langen Liste an Kompetenzen der hier anwesenden Buslotsen. Von einem Buslotsen, der freiwillig diese Aufgabe übernimmt, wird erwartet, dass er Streitschlichter, Ansprechpartner und Helfer, aber auch Vorbild ist.

Also: Auch eine „gute Schule fürs Leben“. Unter den Ehrengästen begrüßte Ruppelt u.a. den Bundestagsabgeordneten Hans-Jürgen Irmer, den Polizeipräsidenten Bernd Paul, Dr. Hendrik Schüler, Referatsleiter im hessischen Wirtschaftsministerium, Simone Vetter, Leiterin Schulverwaltungsamt Lahn-Dill-Kreis, Manfred Viand, Wetzlarer Stadtrat, den ehemaligen Schulleiter der Freiherr-vom-Stein-Schule Wetzlar Wilfried Paeschke sowie den Braunfelser Bürgermeister Wolfgang Keller, der es sich trotz Krankheit nicht hatte nehmen lassen, an der Veranstaltung teilzunehmen undals Schirmherrn den Solmser Bürgermeister Frank Inderthal.

Bürgermeister Inderthal dankte den Buslotsen für ihre Bereitschaft, sich in einer Ellenbogengesellschaft freiwillig für andere einzusetzen und Verantwortung zu übernehmen. Irmer plädierte für den Einsatz von Buslotsen an allen weiterführenden Schulen und versicherte den Busscouts, dass sie während ihrer Tätigkeit Erfahrungen sammeln, von denen sie in ihrem späteren Leben profitieren würden. „Menschen wie Sie können wir bei der Polizei sehr gut gebrauchen“ motivierte Polizeipräsident Paul die Schüler in Bezug auf ihre Berufswahl. Die Scouts leisteten wertvolle Arbeit, um den Busfahrer zu entlasten, so der Polizeipräsident.  Dr. Schüler lobte die Busscouts als Konfliktmanager mit Vorbildfunktion.

 

Der Wettbewerb, der aus Theorie und Praxis bestand, stellte hohe Anforderungen an alle Teilnehmer. Begonnen wurde mit dem Rollenspiel, bei dem jeweils zwei Buslotsen, die einander  zugelost worden waren,

Konfliktsituationen im Rahmen des Stegreifspiels zu bewältigen hatten, dabei stellte einer den Buslotsen und der andere den Uneinsichtigen dar. Hierbei wurden Verhalten und Geschick bei der Lösung verschiedener Problemsituationen, die an der Haltestelle oder im Bus auftreten können, nachgespielt, wobei die beiden Akteure durch eine fachkundige Jury bewertet wurden.

Ein weiteres Element des Wettbewerbs stellte der Wissenstest dar, der die Lösung wichtiger Fragen speziell für Buslotsen enthielt.

Auch der Reaktionstest, bei dem es um das „Wechselspiel“ zwischen Gas- und Bremspedal ging, musste gemeistert werden.

Beim Trocken-Ski-Slalom, den jeweils zwei ausgeloste Wettbewerber zu absolvieren hatten, musste durch Schnelligkeit und Exaktheit Team- aber auch Führungsfähigkeit bewiesen werden.

Die Siegerehrung nahmen der Präsident der Landesverkehrswacht und Bürgermeister Frank Inderthal vor. Dabei ehrten sie besonders die drei Erstplatzierten Max Ambrosius, Antonia Vollmer und Tessa Sophie Hennemann.  Alle teilnehmenden Buslotsen erhielten eine Urkunde und ein Präsent. Die Erstplatzierten erhielten zusätzlich einen Geldpreis.

"Mit diesem Wettbewerb wollen wir die Motivation für den ehrenamtlichen Einsatz der Buslotsen fördern und ihre soziale Kompetenz stärken, zugleich den Schülern für ihr professionelles und routiniertes Auftreten beim Wettbewerb unseren Dank aussprechen", beendete der Präsident der Landesverkehrswacht Hessen den Wettbewerb und betonte zugleich, „dieser Wettbewerb ist einmalig in Deutschland".

 

 

 

Problem: Rettungsgasse?!

Vertreter der Deutschen Verkehrswacht und des Deutschen Feuerwehrverbandes besprachen jüngst die Grundfragen der Verkehrssicherheit mit dem Schwerpunkt Rettungsgasse.

Ein Kernthema war das Verhalten von Verkehrsteilnehmern beim Passieren einer Unfallstelle nach einem Crash zwischen motorisierten Verkehrsteilnehmern. Trotz vereinfachter Regelungen wird die Rettungsgasse oft falsch oder gar nicht gebildet. Dadurch ist es für Rettungskräfte und Polizei schwierig, zur Unfallstelle durchzukommen.

Bei einem Unfall mit verletzten Personen können Sekunden über das Schicksal eines Menschen entscheiden. Wer Rettungskräfte bewusst behindert, nimmt in Kauf, dass sie nicht rechtzeitig eintreffen und die lebensrettende Hilfe mehr leisten können.

Aber: Bestrafung alleine hilft nicht. Die Verkehrsteilnehmer müssen besser aufgeklärt werden, damit sie im Ernstfall schnell und richtig handeln und eine Rettungsgasse bilden. Dem Bundesverkehrsministerium liegt eine Aufforderung der  Organisationen vor, dass auf die Bildung von Rettungsgassen auch über Navigationsgerät hingewiesen wird und eine entsprechende Meldung bei Stau im Verkehrsfunk der Medien eingeblendet werden soll.

Die Verkehrswacht weist darauf hin, so auch Klaus Ruppelt, Vorsitzender der Verkehrswacht Wetzlar und Richter a.D.: Bei einem Unfall eine Rettungsgasse zu bilden, muss eine Selbstverständlichkeit sein. Daher begrüßt die Verkehrswacht die deutlich angehobenen Strafen für Verkehrssünder, die die Rettungsgasse nicht bilden oder am Unfallort sensationslüstern gaffen. Dass jemand nicht hilft, ist schlimm, aber es ist richtig, dass Gaffern auch vom Gesetz her eine klare Ansage gemacht wird.

Am 22. September 2017 hat der Bundesrat einer Verordnung der Bundesregierung zugestimmt, die Geldbußen von mindestens 200 €, in schweren Fällen bis 320 € sowie ein Fahrverbot von einem Monat vorsieht, wenn Autofahrer bei stockendem Verkehr auf Autobahnen keine Rettungsgasse für Polizei und Rettungskräfte bilden. Bisher betrug bei vergleichbaren Fällen das Bußgeld lediglich 20,00 €.

Während das Gaffen lange als Ordnungswidrigkeit galt und mit einem Bußgeld geahndet wurde, wird dieses Verhalten seit Frühsommer 2017 als Straftat behandelt. Wer nun durch Gaffen an einer Unfallstelle oder Blockieren der Rettungsgasse auf der Autobahn die Versorgung von Verunglückten erschwert, muss mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr rechnen.

Interessant für Urlauber: ähnliche Vorschriften gelten auch in anderen Ländern wie Österreich, Schweiz, Tschechien und Slowenien. Bei vergleichbaren Fällen werden weitaus höhere Bußgelder verhängt – in Österreich beispielsweise bis zu 2180 €.

Haiger Lichttestwochen

Eröffnung der Lichttestaktion 2017 im Autohaus Schüler in Haiger-Allendorf. Von links Gunnar Kirschbaum (Verkehrswacht Dillenburg), Klaus Ruppelt (Verkehrswacht Wetzlar), Steffen Schüler (Werkstattmeister), Markus Schüler (Geschäftsführer), Mario Schramm (Bürgermeister Haiger), Karl-Heinz Schüler (Lahn-Dill-Kreis), Peter Stöcklein (Autohaus Haiger), Tobias Schmehl (Polizeihauptkommissar), Andreas Ignaz (Autohaus Jackwerth), Rudolf Jackwerth (Ehrenobermeister), Sebastian Hoffmanns (Geschäftsführer Kreishandwerkerschaft Lahn-Dill), Ralf Jeschke (Kreishandwerksmeister), Wolfgang Schwach (Kfz-Innung Lahn-Dill) und Andreas Groß (Obermeister Kfz-Innung Lahn-Dill).     Foto: Ewert

Haiger-Allendorf (ew). Auch wenn sich die digitalen Technologien am und im Auto nicht mehr auch nur ansatzweise mit der Technik rund ums Auto von vor 60 Jahren vergleichen lassen - bestenfalls lässt sich feststellen, dass damals wie heute in der Regel vier Reifen pro Auto vonnöten sind -, an einer Notwendigkeit hat sich nichts geändert: gutes Licht für gute Sicht. Und deshalb sind die "Beleuchtungswochen"  vom 1. bis 31. Oktober, in denen die Innungsbetriebe des deutschen Kfz-Gewerbes kostenlose Lichttests anbieten, damals wie heute eine mehr als sinnvolle "gute Tradition", derer sich alle Besitzer und Fahrer eines Personenkraftwagens aus höchst eigenem Interesse nicht entziehen sollten. Die Lichttest-Auftaktveranstaltung für den Bereich des Lahn-DillKreises, zu der die Kfz-Innung Lahn-Dill gemeinsam den beiden Verkehrswachten Wetzlar und Dillenburg eingeladen hatten, fand im Autohaus Schüler im Haigerer Stadtteil Allendorf statt.
 

Dabei ergriffen Innungsobermeister Andreas Groß, der Vorsitzende der Verkehrswacht Wetzlar, Klaus Ruppelt (der  zugleich Präsident der Landesverkehrswacht Hessen ist) und Kreishandwerksmeister Ralf Jeschke das Wort. Und wiesen in unterschiedlicher Diktion auf das gleiche Ziel hin: die funktionierende und richtig eingestellte Beleuchtungsanlage am Auto als einem absoluten Sicherheits-Muss. Richtiges und intaktes Licht ist immer wichtig, ganz besonders aber am Beginn der dunklen Jahreszeit. Der Lichttest wird seit 1956 durchgeführt, steht in Deutschland unter der Schirmherrschaft des Bundesverkehrsministeriums, ist aber seit vielen Jahren auch eine internationale Aktion.
 

Der Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes geht davon aus, dass seither geschätzt 200 Millionen Lichttest-Plaketten an die Windschutzscheiben der Autos geklebt wurden, die dann der Polizei auf einen Blick signalisieren: die Beleuchtungsanlage dieses Fahrzeugs ist in Ordnung. Schon Mitte der 1950er Jahre stiegen in Deutschland die Unfallzahlen rapide an, zunehmend auch zurückzuführen auf technische Mängel an den Fahrzeugen. Das war die Geburtsstunde des Lichttests. Und bis heute hat sich an dieser Notwendigkeit nichts geändert. Denn erfahrungsgemäß werden an der Beleuchtung von einem Viertel bis zu einem Drittel der Fahrzeuge, die sich Jahr für Jahr in erfreulicherweise großer Zahl an der Überprüfung der Beleuchtungsanlagen beteiligen, Mängel festgestellt - und dann umgehend abgestellt.
 

Beim Lichttest überprüfen die Techniker acht von der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung vorgegebene Prüfpunkte der Fahrzeugbeleuchtung. Sie reichen von den Scheinwerfern über Blinker, Nebelschlussleuchte bis hin zu den Rücklichtern. Dass dies angesichts der fortschreitenden Technologien und komplizierteren Lichtsysteme - Stichworte sind Xenon und Bi-Xenon-Scheinwerfer, Matrix-LED-Scheinwerfer, adaptives Licht, dazu zahlreiche Fahrerassistenzsysteme rund um die Beleuchtungsanlage - stets aufwendiger wird und dazu immer leistungsfähigere Prüfanlagen notwendig sind, versteht sich fast von selbst.
 

Angesichts der großen Zahl der Überprüfungen bedeutet das zugleich, dass die Mitgliedsbetriebe der Kfz-Innungen geldwerte Leistungen in dreistelliger Millionenhöhe für die Sicherheit auf unseren Straßen erbringen. Denn den Lichttest leisten die Betriebe kostenfrei, lediglich Ersatzteile und, falls erforderlich, umfangreiche Einstellarbeiten sind zu bezahlen. Das aber sollte jedem Autofahrer diese gute und wichtige Sache wert sein. Denn es ist, so der Appell der Teilnehmer an der Auftaktveranstaltung in Haiger-Allendorf, nicht hinnehmbar, dass praktisch jede dritte(!) Fahrzeugbeleuchtung mangelhaft sei: "Wer im Straßenverkehr blendet oder "einäugig" fährt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer." Deshalb die Aufforderung, die Bitte, der Appell an die Autofahrer und Kfz-Besitzer, das kostenlose Lichttest-Angebot zu nutzen und im Oktober die Kfz-Innungswerkstatt in der Nähe aufzusuchen.

Gib (richtig) Gummi! – Winterreifen schon ab Oktober aufziehen

Die Bodenhaftung von Autoreifen und infolge auch ihr Fahr- und Bremsverhalten wird durch die Außentemperatur beeinflusst. Um optimale Fahreigenschaften zu erhalten und somit die Fahrsicherheit zu erhöhen, muss die Gummimischung der Reifen im Winter andere Kriterien erfüllen als in den Sommermonaten. Darum ist ein saisonaler Wechsel der Reifen empfohlen. Winterreifen sollten aber nicht erst im Winter aufgezogen werden.

In Deutschland gilt die sogenannte situative Winterreifenpflicht: Bei winterlichen Straßenverhältnissen wie Schnee, Schneematsch oder Glatteis dürfen nur Reifen mit dem „Schneeflocken-Symbol“ beziehungsweise dem „M+S“-Symbol gefahren werden. Sommerreifen sind dann „out“, denn ihr Gummi verhärtet sich zu sehr und ihr Grip garantiert keine sichere Straßenlage mehr.

Klaus Ruppelt, Vorsitzender der Verkehrswacht Wetzlar und Richter a.D.:  „Weil die Gummimischung von Sommerreifen schon bei niedrigen Plusgraden hart wird und die Reifen aufgrund dessen Bodenhaftung verlieren, hat sich als Faustregel für den Reifenwechsel „Von O bis O“ durchgesetzt. Das heißt, von Ostern bis Oktober Sommerreifen und dann wird gewechselt. Winterreifen haben eine weichere und elastischere Gummimischung, weshalb sie schon bei herbstlichen Außentemperaturen von etwa sieben Grad bessere Fahreigenschaften zeigen.“

Genauso wichtig wie die richtige Gummimischung ist eine ausreichende Profiltiefe, um den sicheren Kontakt zur Straße zu erhalten. Bei Nässe und Schnee verringert mangelnde Profiltiefe den Vortrieb und verlängert den Bremsweg. Mindestens vier Millimeter sind darum dringend empfohlen, auch wenn der gesetzliche Grenzwert bei 1,6 Millimetern liegt.

Nach etwa sechs Jahren sollten die Reifen grundsätzlich ausgetauscht werden, auch wenn das Auto wenig bewegt wurde und die Reifen wenig verschlissen sind. Die Gummimischung ist dann durch Witterungseinflüsse und UV-Bestrahlung derart ausgehärtet, dass sich die Fahreigenschaften verschlechtern und das Risiko für einen Reifenschaden steigt. Das Alter der Reifen liest man an der DOT-Nummer auf der Flanke ab. Die letzten vier Ziffern stehen dabei für die Produktionswoche und das Produktionsjahr,  z.B. 33/17 steht für die Herstellungswoche, d.h. Mitte August 2017.

Klaus Ruppelt: „Auch wenn es ein Mehraufwand ist, sollte jeder seine Bereifung saisonal wechseln. Ganzjahresreifen werden zwar immer beliebter, doch bleiben sie ein Sicherheitskompromiss.“

Licht-Test-Wochen 2017 sind eröffnet 

Das Foto zeigt von rechts: Michael Kraft, Matthias Feltz, Tarek Al-Wazir, Klaus Ruppelt und Joachim Kuhn

Verkehrsminister Al-Wazir, Vizepräsident Michael Kraft, Präsident Klaus Ruppelt und Vorsitzender Matthias Feltz eröffnen auf der IAA die bundesweit größte Verkehrssicherheitsaktion
 

Unter dem diesjährigen Motto „Licht-Test-Wochen 2017“ eröffneten Staatsminister Tarek Al-Wazir und der Vizepräsident des KFZ-Gewerbes Hessen Michael Kraft unter Beteiligung des Präsidenten der Landesverkehrswacht  Hessen Klaus Ruppelt und des  Vorsitzenden des ADAC Hessen-Thüringen Matthias Feltz am 15. September auf der IAA Frankfurt die zum 61. Mal bundesweit stattfindende  Verkehrssicherheitsaktion „Licht-Test-Wochen“.

Am 1. Oktober ist es wieder so weit. Der „Licht-Test“ ist weiterhin die bundesweit größte Verkehrssicherheitsaktion und ein wichtiger Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. Der Licht-Test wird u.a. vom Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe und der Deutschen Verkehrswacht organisiert mit Unterstützung durch den ADAC.

Einen Monat lang, vom 1. bis 31. Oktober, können Autofahrer die Beleuchtungsanlagen ihres Fahrzeuges unter anderem in den Meisterbetrieben der Kfz-Innungen kostenlos überprüfen und bei Bedarf korrigieren lassen.

Jahr für Jahr erobern immer mehr Autos mit technisch hochgerüsteten Lichtsystemen unsere Straßen, die unter Sicherheitsaspekten einer ganz anderen, anspruchsvolleren Betreuung bedürfen“, so Kraft. Deshalb gelte es, gemeinsam mit der Verkehrswacht und dem ADAC alle Register zu ziehen, um die Akzeptanz des Licht-Tests für die Sicherheit auf unseren Straßen weiterhin hochzuhalten.

Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir: „Der letzte Licht-Test hat gezeigt, dass jedes dritte Fahrzeug mit einem Mangel an der Beleuchtungsanlage unterwegs ist. Das ist ein deutlicher Beleg dafür, wie notwendig diese Aktion für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer ist. Die Hessische Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Straßenverkehr sicherer zu machen. Deshalb appelliere ich an alle Autofahrer: Nehmen Sie am kostenlosen Licht-Test 2017 teil!“

Der Vizepräsident des Hessischen Kraftfahrzeuggewerbes, Michael Kraft, geschäftsführender Gesellschafter Neils + Kraft, Wetzlar/Gießen, unterstreicht die Wichtigkeit dieser Sicherheitsmaßnahme und lobte das Engagement der Kfz-Werkstätten: „Durch diese Aktion werden alle Autofahrer auf die dunkle und kalte Jahreszeit gut vorbereitet“, sagte der Vizepräsident und erklärte, dass mit bestandenem Licht-Test der Autofahrer die neue Licht-Test-Plakette für die Windschutzscheibe erhalte.

Tausende Spannbänder an verkehrsreichen Straßen und Brücken weisen Autofahrer auf den Licht-Test hin. „Die Verkehrswachten unterstützen die Aktion von Beginn an und stellen  alleine in Hessen über 700 Werbebanner für die Verkehrssicherheitsaktion zur Verfügung“, sagte Klaus Ruppelt, Vorsitzender Verkehrswacht Wetzlar, für die LVW, die dieses Projekt hessenweit finanziell und personell unterstützt und damit einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit auf Hessens Straßen leistet.

Matthias Feltz, Vorsitzender des ADAC Hessen-Thüringen, betont: „Seit vielen Jahren unterstützt der ADAC die Licht-Test-Wochen. Unsere Erfahrungen zeigen, dass diese Aktion einen wichtigen Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit leistet, denn es wird nicht nur die Funktionstüchtigkeit sicherheitsrelevanter Technik geprüft, sondern auch die Sensibilität der Autofahrer für ein witterungsbedingt angepasstes Fahrverhalten im Straßenverkehr erhöht.“  

 Die 7. Wetzlarer Polizeischau war ein voller Erfolg

Das Foto zeigt v. links; Irmer, Schraub, Eckhardt, Min. Beuth, Kasperski, Semler Ruppelt, Gräb und in der Mitte interessierte Besucher

10 000 neugierige Zuschauer wurden am 6. August bei bestem Wetter ins Stadion der Stadt Wetzlar gelockt, sich die Vorführungen von Polizei und Hilfsorganisationen, die ehrenamtlich an der „Präsentation der Sicherheit“ mitwirkten, anzuschauen. Hans Jürgen Irmer, MdL und Vorsitzender der Bürgerinitiative Pro Polizei, dankte im Rahmen seiner Begrüßung allen 300 Aktiven aus Behörden, Hilfsorganisationen, Vereinen und Unternehmen, die kostenlos an der Schau teilnehmen und in ihrer Gesamtheit die Schau seien.

Er bedankte sich besonders bei dem hessischen Innenminister Peter Beuth für die Übernahme der Schirmherrschaft. Der Minister begrüßte „die große Polizei- und Sicherheitsfamilie“, die bei der Polizeischau in konzentrierter Form zeige, wie sie im Lande mithelfe, die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten.

Dieser Sichtweise schloss sich Bürgermeister Harald Semler an und eröffnete mit dem Minister das Event mit Musik des Hessischen Polizeiorchesters.

Stadion Sprecher Werner Bursik, ehemaliger Polizist und aktives Mitglied der Verkehrswacht Wetzlar, führte gekonnt durch das Programm, an dessen Gestaltung u.a. die Verkehrswacht Wetzlar mit großem Engagement und besonderen Einsatz beteiligt war.

Die Mitglieder Hans-Jürgen Eckhardt, Karlheinz Gräb, Horst Kasperski, Klaus Ruppelt und Julian Schraub bauten ab 8.30 Uhr das Zelt auf, richteten den Kindergurtschlitten ein, installierten das Reaktionstestgerät, präparierten einen Info-Tisch, spannten – zeitgemäß – ein Spannband an der Rückseite an mit dem Motto: „Tempo runter, bitte! Schulanfang“ und warteten einsatzbereit auf die die ersten Besucher, die auch nach kurzer Zeit eintrafen. 

 

Gleichzeitig hatten die Eheleute Fischer,  Kreisverkehrswacht Offenbach/Mai, parallel zu dem Stand den Aufprallsimulator der Landesverkehrswacht  Hessen aufgestellt und waren ebenfalls auf das Eintreffen interessierter Besucher gespannt.

Rechtzeitig traf auch das Sehtestmobil der Firma Fielmann, Hamburg, mit zwei Optikern im Stadion ein, die die fast traditionelle Kooperation zwischen der Verkehrswacht Wetzlar und Fielmann fortsetzen, wobei die beiden Optiker wieder einen kostenlosen Sehtestservice anboten, der auch über die gesamte Dauer der Veranstaltung rege von den Besuchern wahrgenommen wurde.

Minister Beuth, der sich viel Zeit nahm, mit allen Ausstellern ins Gespräch zu kommen, nahm auch die Gelegenheit wahr, den Stand der Verkehrswacht aufzusuchen, mit den engagierten Verkehrswächtern über deren Einsatz zu plaudern und sich zum Abschluss gemeinsam mit den ihn begleitenden H.-J. Irmer und H. Semler zum Fotoshooting bereit zu finden.

Nachdem auch noch Bernd Paul, Präsident des Polizeipräsidium Mittelhessen, den Stand der Verkehrswacht mit seiner Ehefrau angesteuert hatte, kam es zwischen ihm und dem Vorsitzenden der Verkehrswacht Wetzlar, Klaus Ruppelt, zu einem intensiven Meinungsaustausch, während seine Ehefrau sich H.-J. Eckhardt und dem von ihm bedienten Reaktionstestgerät zur Überprüfung ihrer Reaktionsfähigkeit anvertraute mit dem Ergebnis: Test hervorragend bestanden.

Nach acht Stunden schlugen die permanent im Einsatz gewesenen Verkehrswächter  ihre Zelte ab und machten sich auf den Heimweg;    alle waren aber sehr zufrieden über die von ihnen gezeigte und von den Besuchern anerkannte Verkehrssicherheitsarbeit.

 

Der Weg ist das Ziel! In den Ferien den Schulweg trainieren

links T. Conrad und rechts K. Ruppelt, die die Eltern und M. Jung „einrahmen“

Mit jedem neuen Schuljahr und damit für tausende Schulanfänger beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Aber nicht nur Lesen, Schreiben und Rechnen will gelernt sein, auch den Gang zur Schule können Kinder zunächst nicht ohne Hilfe meistern. Beim „Schulwegtraining“ sind die Eltern gefragt, mit Geduld und Einfühlungsvermögen ihr Kind anzuleiten.

Klaus Ruppelt, Vorsitzender der Verkehrswacht Wetzlar und Richter a.D.: „Kinder sehen den Straßenverkehr mit anderen Augen. Es braucht seine Zeit, bis sie Verkehrssituationen erfassen und ihr Verhalten darauf einstellen können. Sie brauchen viel Übung auf ihrem Weg zur Schule, damit sie sicher unterwegs sind. Eltern dürfen diese Aufgabe nicht unterschätzen.“

Das Schulwegtraining soll das Selbstvertrauen und die Sicherheit für die Kinder, die sie benötigen, um alsbald alleine zur Schule gehen zu können und die Sicherheit für Eltern, dass ihr Kind sich sicher und selbständig im Straßenverkehr bewegen kann, vermitteln.

Grundsätzlich sollten Eltern mit ihren Kindern den Schulweg schon während der Sommerferien einüben, der nicht immer der kürzeste sondern der sicherste sein muss. Als Hilfe dienen Schulwegpläne, die von Schulen bereitgestellt werden und auf denen die Gefahrenpunkte  verzeichnet sind.

Geübt werden sollte genau zu den Zeiten, in denen das Kind später den Weg gehen wird, denn am Wochenende oder zur Mittagszeit herrscht ein anderes Verkehrsaufkommen. Straßen sollten  nur an Ampeln, Überwegen oder Mittelinseln überquert werden. Das Kind darf den Verkehr dabei nicht aus den Augen verlieren und sollte beim Überqueren nicht unter Zeitdruck geraten. Auf dem Weg wird jeder Gefahrenpunkt angesprochen, beispielsweise Baustellen, versperrte Gehwege oder defekte Ampeln. Eltern müssen erklären, welches Verhalten jeweils angebracht ist.

Wie oft der Schulweg gemeinsam geübt wird, hängt von der Situation ab. Kinder lernen nicht gleich schnell, und manche Schulwege sind anspruchsvoller als andere. Wenn Hin- und Rückweg einige Male abgelaufen sind, tauschen Eltern und Kinder die Rollen: Jetzt übernimmt das Kind die Führung. Eltern greifen nur noch korrigierend ein.

Wenn die Kinder beim Rollentausch alle Vereinbarungen einhalten und sich sicher verhalten, können sie sich alleine auf den Weg machen. Hin und wieder sollte aber der Weg von den Eltern mitgegangen werden.

In jedem Fall sollten Eltern nach Möglichkeit ihr Kind nicht mit dem Auto zur Schule fahren. Die „Elterntaxis“ hindern Schulkinder in ihrer Entwicklung und erschweren ihnen die Möglichkeit, selbstständig zu werden.

Unter dem Motto: “Schulwegtraining – Verkehrssicherheitsseminar“ hatte die Verkehrswacht Wetzlar bereits in den Sommerferien mit Unterstützung des Moderators, Thomas Conrad, Verkehrswacht Obertaunus, die Eltern der Schulanfänger aus verschiedenen Kitas in die Kita St. Bonifatius zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, damit diese ihre Kinder gezielt auf das vorbereiten können, was ihnen auf ihrem künftigen Schulweg im Straßenverkehr begegnen wird. Ruppelt bedauerte, dass die Eltern von den übrigen nahegelegenen Wetzlarer Kitas nicht die Informationschance wahrgenommen hatten, durch einen qualifizierten Moderator zu erfahren, auf welche Weise es möglich sei, ihre Kindern frühzeitig zu motivieren, sich im Straßenverkehr zurechtzufinden.

Die Leiterin der Kita St. Bonifatius Monika Jung hatte die Eltern den von ihr betreuten Schulanfängern motiviert, an der Veranstaltung teilzunehmen. 13 Väter und Mütter waren neugierig und interessiert von Fachleuten, wie Klaus Ruppelt und Thomas Conrad, zu hören, welche Verhaltensweisen von ihnen zur Durchführung der Verkehrserziehung erwartet werden.

Im Rahmen seines Referats mit Unterstützung einer Power-Point-Präsentation trug der Moderator  Hinweise für die Maßnahmen der Eltern vor, damit diese ihre Kinder für die Teilnahme am Straßenverkehr vorbereiten können.

Die Eltern waren sich einig, wertvolle Anregungen und Hinweise erhalten zu haben. 

<< Neues Textfeld >>

Landesverkehrswacht Hessen vom                         14. bis 24. September                                                     auf der 67. Internationale Automobil-Ausstellung  

Die   Internationale    Automobil-Ausstellung (IAA), die erstmals im  Jahr 1897  im Berliner Hotel Bristol mit acht Motor- wagen stattfand, zog erst 1951 in die Messehallen von Frankfurt am Main ein und  lockte damals 570.00 Besucher an. Sie hat bei der 66. Messe mehr Menschen nach Frankfurt herbeigerufen, wobei die Veranstalter 931.700

Besucher und damit 50.000 mehr als bei der Messe 2013 zählten.

Ob unter Berücksichtigung der Skandale und der Krise(n) zur merkwürdigen und für die Automobil-Industrie wohl zur Unzeit beginnenden 67. Ausstellung wieder ein derartiger Besucherstrom wie zu der zurückliegenden Messe zu erwarten sein wird, muss  zum  jetzigen Zeitpunkt  noch offen bleiben.

Dabei darf nicht außer Acht gelassen bleiben, dass namhafte „Hersteller“ angekündigt haben, ihre Teilnahme an der Messe abzusagen. Haben etwa die klassischen Automessen an Bedeutung verloren und hat das Internet mehr zu bieten? Nichtsdestotrotz rollt wieder eine ganze Reihe automobiler Stars von A bis Z ins Frankfurter Scheinwerferlicht. Selbst Facebook (COO Sheryl Sandberg) wird auf der New Mobility World vertreten sein.

Die Landesverkehrswacht Hessen (LVW) präsentiert sich seit Jahrzehnten  mit  ihren  jeweiligen Messeständen an den Ausstellungen. Sie ist auch dieses Mal als eine der wichtigen Service-Organisationen, von der Krisenstimmung  völlig unberührt,   wieder mit einem Stand auf dem Außengelände AGORA, d.h. an der via mobile vertreten. Interessierte Besucherinnen und Besucher erhalten einen Einblick in Verkehrssicherheitsarbeit der Verkehrswachten.

In diesem Jahr wird neben den bewährten Mitmach-Angeboten auch eine neue Version des Motorradsimulators angeboten. So lädt in bewährter Tradition ein Pkw-Simulator, Reaktions-Testgerät und  Überschlagsimulator vor Ort zum Mitmachen ein. Letzterer ist unter  sachkundiger Anleitung des Personals als ideales Trainingsgerät unter dem Motto: „Wie Sie sich selbst und andere retten“ einsetzbar. Ergänzende Information zu den weiteren Verkehrssicherheitskonzepten der Verkehrswachten bietet das engagierte Team der Kreisverkehrswacht Waldeck-Frankenberg. Am Info-Stand gibt  es  z.B. wertvolle Hinweise  auf Verkehrssicherheitstage gemäß den Bundesprogrammen, die durch das Bundesministerium  für Verkehr und digitale Infrastruktur  sowie den Moderatorenprogrammen  von DVW und DVR unterstützt werden.

Die ehrenamtlich engagierten Verkehrswachtmitarbeiter – auch der Präsident der LVW und Vorsitzender der Verkehrswacht Wetzlar Klaus Ruppelt -  sind motiviert und stolz, auf der 67. IAA vom 14. - 24. September wieder die Verkehrssicherheitsarbeit unserer Organisation präsentieren zu dürfen. Staatsminister Tarek Al-Wazir, Schirmherr der LVW Hessen,  und   DVW-Präsident   Prof. Kurt Bodewig haben auch etwas dazu beigetragen. Vor zwei Jahren haben sie dem Verkehrswacht-Team und dem Messestand der LVW ihre Wertschätzung durch  ihren  Besuch zum Ausdruck gebracht.   K.R.

 

 

Spannbandaktion der Verkehrswacht Wetzlar           Schulanfänger – Verkehrsanfänger

 

Weil Schulanfänger auch Verkehrsanfänger sind, da sie aufgrund ihres Alters und Entwicklungsstandes im Straßenverkehr zu den schwachen Verkehrsteilnehmern

gehören, widmen ihnen nicht nur ihre Eltern, sondern auch die Verkehrswachten besondere Aufmerksamkeit.

Grundschulkinder sind schnell von äußeren Reizen abgelenkt, können Geschwindigkeiten nicht einschätzen und erkennen gefährliche Situationen erst dann, wenn sie eingetreten sind.

Hinzu kommen Freude und Aufregung für die ersten Schultage, die die Aufmerksamkeit vom Straßenverkehr ablenken.

Klaus Ruppelt, Vorsitzender der Verkehrswacht Wetzlar, bittet deshalb die motorisierten Verkehrsteilnehmer: „Fahren Sie in Wohngebieten und auf Straßen im Einzugsbereich von Schulen langsam und vorausschauend, denn auch Tempo 30 ist dort oftmals zu schnell – seien Sie jederzeit bremsbereit.“

Die Verkehrswacht Wetzlar, hat in ihrem Betreuungsbereich über 50 leuchtend-gelbe mit dem Motto: Tempo runter - Schulanfang in unmittelbarer Nähe von Schulen angebracht hat, will so auf den Schulbeginn aufmerksam machen. Um den Kindern einen sicheren Schulweg zu ermöglichen, setzt sich die Verkehrswacht zudem für polizeiliche Geschwindigkeitskontrollen im Umkreis von Schulen ein. In jedem Fall sollten Eltern ihr Kind nicht mit dem Auto zur Schule fahren, denn „Elterntaxis“ beeinträchtigen Schulkinder in ihrer Entwicklung, erschweren ihnen die Möglichkeit, selbstständig zu werden und tragen nicht zur Verkehrssicherheit der Kinder bei. Am 26. August enden in Hessen die Sommerferien, dann werden wieder vermehrt Schulkinder mit gelben Mützen, die im Altkreis Wetzlar von der Sparkasse gesponsert werden, im Straßenbild wahrzunehmen sein. Autofahrer sind gefordert, auf Schulwegen und vor Schulen besonders vorsichtig zu fahren und sich rücksichtsvoll zu verhalten. Gerade jüngere Schulkinder gehören aufgrund ihres Alters und Entwicklungsstandes zu den schwächeren Verkehrsteilnehmern, die auf das Verständnis anderer angewiesen sind. Die gut gemeinten „Elterntaxis“, die sich dann wieder vor Schulen sammeln, tragen nicht zur Verkehrssicherheit der Kinder bei. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass sich Autofahrer in Tempolimit-Zonen, in denen regelmäßig Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt werden, vorbildlicher verhalten und eher bereit sind, die vorgeschriebene Geschwindigkeit einzuhalten.

 

 

Startschuss für die Aktion                                       "Ein Smiley für die Verkehrssicherheit“    

von links nach rechts: P. Kunkel, Lachner ADAC, Minister T. Al-Wazir, K. Ruppelt LVW

Mit einem lachenden oder grimmigen Smiley werden Autofahrer künftig vor zahlreichen Kitas, Schulen oder Seniorenzentren darauf hingewiesen, ob sie zu schnell oder mit angemessenem Tempo unterwegs sind.

Eine klare Botschaft an jeden Autofahrer soll die Verkehrssicherheit in Hessen erhöhen. Mundwinkel nach oben bedeutet: Das Tempo passt. Mundwinkel nach unten: Tritt auf die Bremse! Zwei gegensätzliche Smiley-Gesichter im Wechsel mit der Anzeige der tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeit zeigen, das kann das sogenannte Dialog-Display, das Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Eltville der Öffentlichkeit vorgestellt hat. Dort steht das Schild an der stark befahrenen Bertholdstraße in Höhe der Freiherr-vom-Stein-Grundschule, wobei den Standort für das Gerät von Bürgermeister Patrick Kunkel ausgewählt worden war. Das Los hat im Verkehrsministerium darüber entschieden, welche Stadt eines der 48 Geräte erhält, die Hessen in Zusammenarbeit mit dem ADAC Hessen-Thüringen und der Landesverkehrswacht kostenlos zur Verfügung stellt. Das Interesse war groß. 287 der 426 hessischen Kommunen hatten sich um den Zuschlag beworben. Eine Resonanz, die Al-Wazir veranlasst, die Verlosung im nächsten Jahr zu wiederholen. Knapp 2.500 Euro kostet jedes der akkubetriebenen Geräte. Die Landesverkehrswacht Hessen unterstützt die Kommunen bei der hessenweit erforderlichen Verteilung der Geräte, bei der Einweisung in deren Funktion, bei der Wahl des besten Standorts und bei der Begleitung der Auswertung der Ergebnisse. Die Kommunen müssen für die Wartung und die Pflege aufkommen.

Nach Angaben von Al-Wazir ereignen sich rund 70 Prozent aller Unfälle mit Verletzten innerorts. Ursachen seien meist zu hohe Geschwindigkeit und zu geringe Aufmerksamkeit der Autofahrer. Dem sollen die Dialog-Displays entgegenwirken, weil sie anders als „Blitzer“ jene Autofahrer mit einem „Lächeln“ belohnen, die sich korrekt verhalten. Die „positive Bestärkung des richtigen Verhaltens“ funktioniert nach Überzeugung des Vorstandsmitglieds für Verkehr, Technik und Umwelt des ADAC, Jürgen Lachner, besser als die Aufstellung eines Blitzgeräts und die Erhebung von Bußgeldern. Er weist darauf hin, dass der ADAC gern den Einsatz von Dialog-Displays in Hessen unterstütze.

Klaus Ruppelt, Präsident der Verkehrswacht Hessen, weist auf den Leitsatz  „Wir helfen im Straßenverkehr“, mit dem sich die Landesverkehrswacht zur Aufgabe gemacht habe, Verkehrsunfälle zu vermeiden, hin und merkt an, dass dieses Ziel aufgrund präventiver Maßnahmen erreicht werden kann.

Die Dialog-Displays sind dabei  ein wichtiger Baustein, um die Verkehrssicherheit weiter zu verbessern. Der Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer  ist  von großer Bedeutung. Hauptursache sind Geschwindigkeitsverstöße, durch die diese Gruppe der Verkehrsteilnehmer  innerhalb von Ortschaften gefährdet ist.

Die dynamische Anzeige des Displays weckt  die Aufmerksamkeit des Fahrers und trägt zur besseren Wahrnehmung von Hinweisen bei.

Die positive Beeinflussung eines Fahrers durch „Belohnung“ in Form eines „DANKE“  ist effektiver als eine „Bestrafung“ durch ein ermahnendes  „LANGSAM“. Durch die individuelle Rückmeldung fühlt sich der Fahrer persönlich angesprochen.  Außerdem registriert  das Umfeld sein Verhalten, so dass sich dieser beobachtet fühlende Fahrer angepasst verhält.

Selbst wenn wir durch die Dialog-Displays nur einen einzigen Verkehrsunfall im Einzugsbereich einer  Schule oder Kita verhindern, hat sich deren Einsatz gelohnt.

„Unser Ziel Ist es, die Verkehrssicherheit insbesondere vor Kindergärten, Schulen und Altenpflegeheimen zu erhöhen. Vor diesen Orten können seit einer Änderung der StVO vor einem halben Jahr auch

 „Tempo – 30 – Beschränkungen“  auf Hauptverkehrsstraßen einfacher eingerichtet werden,“ so Al-Wazir. Für die Änderung hatte sich besonders das Land Hessen im Bundesrat eingesetzt.

 

 

„Respekt kann Leben retten“

Europaministerin Lucia Puttrich stellt Plakataktion des Bündnisses „Sicher unterwegs in Hessen“ an hessischen Straßen vor

Gegenseitiger Respekt ist auch im Straßenverkehr unverzichtbar für ein besseres Miteinander und mehr Sicherheit. Darauf machen die Bündnispartner des Hessischen Wirtschaftsministeriums im Rahmen der Aktion „Sicher unterwegs in Hessen“ mit einem neuen Plakat aufmerksam und beteiligen sich damit am „Jahr des Respekts“ der Hessischen Landesregierung. Europaministerin Lucia Puttrich hat das Plakat Ende Juli gemeinsam mit Dr. Karin Tanz, Hessischer Rundfunk, Erwin H. Blumenauer, Geschäftsführer TÜV Hessen GmbH, Jürgen Lachner, Vorstandsmitglied ADAC Hessen-Thüringen und Klaus Ruppelt, Präsident Landesverkehrswacht Hessen an der Bundesstraße 49 bei Annerod, Kreis Gießen vorgestellt.

„Respekt erleichtert den Alltag, im Straßenverkehr kann er sogar Leben retten“, betonte Puttrich bei der Präsentation. „Wir freuen uns, dass wir mit der Kampagne ‚Hessen lebt Respekt‘ auf so vielfältige Weise für ein besseres Zusammenleben in unserem Land werben können und dabei diese starken Partner für mehr Verkehrssicherheit an unserer Seite wissen.“

Unter dem Motto „Achtung. Rücksicht. Hessen“ werben ab sofort rund 140 großformatige Plakate an Bundes- und Landesstraßen hessenweit für ein aufmerksames Verhalten im Straßenverkehr. Das Plakat greift dabei eine alltägliche Situation auf, die im Straßenverkehr immer wieder zu Konflikten führt: das sichere Einfädeln vor einer Fahrbahnverengung, z. B. vor einer Baustelle. Ein Junge zeigt mit seinen Spielzeugautos, auf welche Weise das Reißverschluss-System vor einem gesperrten Fahrstreifen funktioniert, wenn die Fahrer sich partnerschaftlich verhalten.

Klaus Ruppelt nimmt Bezug auf §7 Abs. 4 StVO und weist darauf hin, dass auf Straßen mit mehreren Fahrstreifen für eine Richtung das durchgehende Befahren eines Fahrstreifens nicht möglich ist oder ein Fahrstreifen endet, den am weiterfahren gehinderten Fahrzeugen der Übergang auf den benachbarten Fahrstreifen in der Weise zu ermöglichen ist, dass sich diese Fahrzeuge unmittelbar vor Beginn der Verengung jeweils im Wechsel nach einem auf dem durchgehenden Fahrstreifenfahrenden Fahrzeug einordnen können.

Dabei ist es wichtig, dass die Verkehrsteilnehmer unter gegenseitiger Rücksichtnahme und wechselseitigem Respekt unmittelbar vor Beginn der Verengung das Einordnen ermöglichen. Ein früheres Einordnen beeinträchtigt die Flüssigkeit des Verkehrs und führt zu Staubildung.

„Wir wollen mit dem Motiv an eine vorsichtige und rücksichtsvolle Fahrweise appellieren und dies spielerisch mit einem Augenzwinkern“, sagte Lucia Puttrich. Laut StVO erfordert die Teilnahme am Straßenverkehr ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. „Ich danke allen Partnern der Aktion „Sicher unterwegs in Hessen“ für die Bereitschaft, die Respektskampagne der Landesregierung zu unterstützen.“

 

 

Wetzlarer Schülerin erreichte den dritten Platz beim Landeswettbewerb der hessischen Schülerlotsen

Anna Popov, die 14 Jahre alte Schülerin und Schülerlotsin der Freiherr-vom-Stein-Schule, Wetzlar, belegte beim hessischen Schülerlotsenlandeswettbewerb in Fulda einen hervorragenden dritten Platz.

Die Landesverkehrswacht Hessen (LVW) veranstaltete unter dem Motto. „Kleine Verkehrshelfer – große Wirkung“ kurz vor Beginn der Sommerferien den Schülerlotsenlandeswettbewerb 2017 wiederum im Deutschen Feuerwehr-Museum in Fulda.

17 Schülerlotsen, davon 6 Schülerlotsinnen, offiziell Verkehrshelfer genannt, die sich in regionalen Wettbewerben durch ihr besonderes Interesse und Engagement qualifiziert hatten, trafen sich zu einem spannenden Finale, den landesbesten Lotsen oder die beste Lotsin zu ermitteln.

Der Präsident der LVW, Klaus Ruppelt, auch Vorsitzender der Verkehrswacht Wetzlar, begrüßte die Schülerlotsen aus Wetzlar, Darmstadt, Fulda, Petersberg und Künzell, aber auch  die Ehrengäste, die durch ihr Erscheinen die Wertschätzung des ehrenamtlichen Engagements der versammelten jungen Menschen bezeugten, u.a. den Landtagsabgeordneten Markus Meyser, der seine Teilnahme an der Plenarsitzung des Hessischen Landtags zurückgestellt hatte, um der Veranstaltung vorübergehend beizuwohnen.  

Die vier Schülerlotsinnen der Frh.-v.-Stein-Schule Anna Popov, Charlotte Kunz, Alisa Breser und Stefanie Schnorr, die alle erstmals an einem derartigen Wettbewerb teilnahmen, waren gut vorbereitet und zeigten sich engagiert bei den einzelnen von ihnen zu bewältigenden „Disziplinen“.

Im Rahmen des Wettbewerbs mussten die Schülerlotsen insgesamt fünf Aufgabenbereiche meistern.

Die erste Hürde stellte  ein Wissenstest mit 19 Fragen rund um den Schülerlotsendienst dar. In dem anschließenden Test wurden die Lotsen auf ihre Reaktionsfähigkeit überprüft.  Danach mussten die Schülerlosten im Zweierteam im Rahmen eines Rollenspiels eine Spielszene aus ihrem tagtäglichen Einsatz schauspielerisch bewältigen. Bei dem sich anschließenden Trocken-Ski-Slalom, musste durch Schnelligkeit und Exaktheit Teamfähigkeit bewiesen werden.

Nach der Mittagspause nahmen der Präsident und der Polizeipräsident Günther Voß, PP Osthessen, gemeinsam die Siegerehrung vor. „Eure Aufgabe ist es, für Verkehrssicherheit zu sorgen.“ Die niedrige Zahl von 14 Unfällen auf den Schulwegen im Landkreis Fulda im vergangenen Jahr spreche, so G.Voß, sehr für das Engagement der Lotsen.

Besonders geehrt wurden Elias Ott, der den ersten Platz erzielte, auch Yassin Scheuermann, ebenfalls Schüler der Lichtenbergschule, Darmstadt, der den zweiten Platz erreicht hatte. Zufrieden zeigte sich auch die 14 Jahre alte Lotsin Anna Popov, die einen hervorragenden dritten Platz belegt hatte. Über ihren vierten Platz konnte sich ihre Mitschülerin Charlotte Kunz nur bedingt freuen, da sie zwar die gleiche Punktzahl erreicht hatte, aber aufgrund der Regeln wurde ihre sehr gute Leistung nur mit dem vierten Platz belohnt.  Die Schülerinnen Alisa Breser und Stefanie Schnorr zeigten sich über ihren gemeinsamen siebenten Platz zufreiden. Alle teilnehmenden Schülerlotsen erhielten eine Urkunde und ein Präsent, die ersten drei Sieger bekamen zusätzlich einen Geldpreis überreicht.